Digitale Unabhängigkeit

work in progress. wirklich.

Wie es beginnt

Eigentich hat es mich schon immer genervt.

Und dann kam der CCC und das Känguruh

und hat es wieder nach oben auf die Agenda geschubst – die MÖGLICHKEIT oder das Risiko ist real geworden. Die US-Regierung nimmt Individuen in Europa ins Visier, und saktioniert sie mit dem Entzug von alltäglichen Dienstleistungen. Das Risiko ist nicht nur hypothetisch, sondern höchst real. Vielleicht NOCH nicht für mich persönlich. Aber wer weiß, was Palantir schon über mich ausspuckt, über meine Haltung zu Trump und den Entwicklungen in den USA? Also wird es Zeit, das Projekt anzugehen, um die Auswirkungen einer persönlichen oder europäischen Sanktion zu minimieren.

Was genau?

Es gibt viele Aspekte – die Betriebssysteme, die Anwendungen und Apps, die Services, die Ablage der Daten. Die Beurteilung des Aufwands, die Einordnung eines möglichen Schadens.

Betriebssysteme

Ich benutze Linux schon seit Jahrzehnten. Aber in den letzten Jahren kaum noch als „Daily Driver“, in Zusammenarbeit mit den verschiedensten Kunden war Windows dann doch immer reibungsärmer. Mit der Verschiebung auf immer mehr browserbasierte Arbeitsmöglichkeiten sollte das OS darunter immer weniger eine kritische Rolle spielen.

Dann haben wir noch Android – das wird eine härtere Nuss. Viele Apps lassen sich nur mühsam oder gar nicht auf ent-googelten Android-Varianten betreiben. Da muss ich nicht der Pionier sein, da warte ich mal ab wie es weitergeht.

Anwendungen

Das wird man sehen. Microsoft Office ist in meiner persönlichen Nutzung einfach zu ersetzen. Aber auch bei anderen Apps auf Android kann es gut sein, zu wechseln. Viele Apps erzeugen eine Unmenge an Nutzerdaten (aka „Telemetrie“), die längst nicht nur zu Debugging und Entwicklung genutzt werden, sondern auch weiterverkauft. Der „kostenlose Service“ wird finanziert mit den Nutzerdaten. Auch da sind europäische Alternativen keine Unschuldslämmer, fühlen sich aber im Zweifel eher an DSGVO gebunden (bzw. können darauf festgenagelt werden).

Services und Daten

Da geht es um Mail, Kalender und Kontakte, da geht es um Messenger, da geht es um Cloud-Storage wie z.B. die Sicherung von Bildern auf dem Telefon. Aber natürlich auch Online-Dienste wie Youtube, Netflix, Amazon Streaming, andere Unterhaltungsmedien.

Dazu gehören natürlich auch „social Media“. Onlineshopping. Andere IT-Services.

Und natürlich die auch die Rückfrage bei den Dienstleistern, welche Produkte eingesetzt werden. Ein deutscher Service-Provider nutzt wenig, wenn er auf Microsoft-Produkte, Google Cloud Services oder Amazon Web Services setzt.

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